In der Gemeinde Paide macht Liebe die Bäume verrückt
Sargvere-Gutshofpark (Sarkfer), der im Herz-Järva liegt, ist bekannt von hier wachsende Esche. Der Umfang des stolzesten Riesen ist 5,42 Meter, leider hat vereiternder Baum sich schon viele Äste verlieren. Doch gibt es noch andere Baumriesen. Einer von ihnen unterscheidet sich von die anderen deutlich: in die Nord-Ostenteil des Parks wächst die Esche, die sonderbar sich gedrehten Stamm hat, als dem der Teufel dem Gewinde aufwickelt hätte.
Lokale Volkserzählung gibt für das Rätsel eine Erklärung: die Liebe, das ist eine Liebe, die keine Grenzen kennt. Sogar der Baum wurde vom großen Liebenschmerz sich gedreht, wenn der Gutsherr den Gärterjunge aus Sargvere dahineilte, weil der Junge seine Tochter liebte.
Die Sagen erzählen von vielen anderen: wo Ruunasoo den Name bekam, wie aus Ussisoo der See verschwunden hat, oder warum in Puiatu-Quellenaugen (Pojato) silberweiß zu kratzen hatte.
Wenn aus Tallinn nach Järva fahren, erreichen Sie nach Mustla-Nõmme Võõbu-Dorf. Von dem Verkehrsmittel sechs Kilometer weit, in Taga-Võõbu (Hinter-Võõbu), befindet Matsimäe mit seinen zwei Hochmoore und einer zu baden passender ehemaaligen Karriere. Über Matsimäe Pühajärv (See) erzählt die Volksmärchen, dass dort die Opfer gebracht hatte, enimal hat aber ein Fischer einen seltsamen Fisch ohne Schwanz herausgezogen.
Matsimäe, mit seinen wasserrosenreichen Seen, Pliz-und Waldbeerenwälder, umliegenden Sümpfe und mit großen sandigen Ösen, ist eine der beliebtesten Urlaubsort in der Gemeinde Paide. Umzug entlang dem Oskamm nächtlichen Weg eröffnet einen herrlichen Blick an den moorteichreichen Seli-Hochmoor und in der Ferne sahenden Hochmoorinseln.
Die Sümpfe und Hochmoore gibt es in der Gemeinde Paide viel, von denen eine noch mystischen ist Iiripillisaare-Hochmoor, der mit alten Linden und Hochmoorinseln beschichten ist. Zusammen mit dem Plaamandisaare-Hochmoor, Mustla, Epu, Prääma-Sumpf und noch viele aus der Gemeinde Paide schon mit auslassenden Hochmooren, befindet sich Iiripilli in der Epu-Kakerdi-Moorsanlage, die zu den drei, in Estland liegenden, größeren Moorgebieten gehört.
Wenn jedoch noch von der Urlaub zu sprechen, dann bietet sich eine gute Gelegenheit auch in allernächster Nähe Paide das Tarbja-Dorf - unter dem 19,6-Hektar zersiedelnder Kunstsee.
*Wenn Sie fahren auf der Landstraße Tallinn - Tartu, mercken Sie in dem 81. Kilometer einen mächtigen Douglasiebaumbestand (Pseudotsuga menziesii)
*Von der Fülle der Kalkstein, in Mittel-Estland und rund Paide, kann man einen guten Überblick haben zwei Kilometer aus Paide – in Mündi, wo seit der 13. Jahrhundert der Kalkstein gebrochen wurde. Das ehemalige Kalkstein ist so herrlich, so dass auch die Experten ein Kalksteinmuseum nach Mündi empfohlen haben.
*Nurmsi-Steinbruch ist bemerkenswert von seiner massiven Kalkstein.
*In Padula-Quelle in Sargvere-Dorf schöpften auch heute ein gutes Trinkwasser. Kleine Quellenseengruppe findet man aber von kleinem Dorf in Korba.
*Aus Taga-Võõbu, Matsimäe beginnt mit dem Holzweg versorgter Wanderweg, der durch Seli-Hochmoor endlich nach Simisalu-Wanderhaus in der Gemeinde Albu entfernt.
*Matsimäe Pühajärv (See) ist mit seiner 8,1-Meter tiefe Hochmoorseen in Estland eine der tiefesten. |