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Photo:Kaarel Aluoja

 
 
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  Natur
 

JÄRVAMAA – das sind Moore und Sümpfe, kristallklare Quellen, fruchtbare Böden und uralte Traditionen. Aber nicht nur! Unser größter Reichtum sind die Menschen, die durch ihre Arbeit und ihr Engagement viel dazu beigetragen haben, dass der Landkreis Järvamaa ein attraktives Reiseziel geworden ist.

NATUR
Im Landkreis Järvamaa wechseln die flachen Höhenrücken des Höhenzuges Pandivere, Drumlins und Oser mit zahlreichen Sümpfen und Mooren. Dem südlichen Teil des Landkreises sind die Drumlinlandschaft von Türi und Kiefernwälder und große Laubwälder um Kabala charakteristisch.
Die Landschaft von Kõrvemaa, die im nordwestlichen Teil des Landkreises liegt, ist größtenteils Sumpfgebiet, welches durch die Menschen fast unberührt geblieben ist. In der Gemeinde Albu, die auf Kõrvemaa liegt, ist eine Bevölkerungsdichte von nur 5,5 Personen pro Quadratkilometer zu verzeichnen.
Die abwechslungsreiche Landschaft zeichnet sich durch Oser, Oserketten, Endmoränen und Hügellandschaften aus. Der Schriftsteller Anton Hansen Tammsaare, der Järvamaa und Albu berühmt geschrieben hat, schreibt folgendes: hier ein Berg, da ein Berg, etwas weiter wieder ein Berg….
In der Gemeinde Albu befindet sich der Berg Valgehobusemägi (Berg des Weißen Pferdes) mit seinen 106 m über dem Meeresspiegel.
Die Erdoberfläche des Landkreis Järvamaa ist relativ dünn und stark verkarstet. Die größeren Karstgebiete liegen in den Gemeinden Järva-Jaani (Kagavere-Kuksema), Ambla (Lüsingu), Kabala (Kurla) und Kareda.
Mit seinen zahlreichen Quellen und Sümpfen gilt der Landkreis Järvamaa als Reservoir des sauberen Wassers; hier entsteht ein wesentlicher Teil der nordestnischen Wasservorräte. Ein großer Teil des Landkreises Järvamaa liegt im Wasserschutzgebiet Pandivere, wovon mehr als die Hälfte der Fläche unter Naturschutz steht. In diesem Wasserschutzgebiet entspringen mehrere Flüsse, so auch der längste Fluss Estlands – der Fluss Pärnu. Als die größten Seen sind die beiden Seen Väinjärv (41ha) und Endla (20 ha) zu benennen. Die einzigartigen Quellen befinden sich im Naturschutzgebiet Endla. Das Quellengebiet Norra- Oostriku besteht aus etwa zehn Quellen und ist in so mancher Hinsicht bemerkenswert: die Quelle Sopa ist die tiefste Quelle Estlands (4,8 m), der Quellensee in der Nähe des Gutshofes Norra stößt bis 1,3 Mio. Liter Wasser pro Stunde aus.
Die Quellen machen auch Roosna-Alliku reizvoll. Hier liegt der größte Quellensee Estlands, in dem der Fluss Pärnu beginnt. In der Prandi-Quelle, die 1,4 ha groß ist, beginnt der Fluss Prandi.
Das größte Sumpfgebiet Epu-Kakerdi (363 km2 ) im Landkreis Järvamaa grenzt an den Landkreis Harjumaa und ist durch seine zahlreichen Tümpel bekannt.
Es gibt weitere zahlreiche Gebiete, die unter Naturschutz stehen: Naturschutzgebiet Endla, Landschaftsschutzgebiet Kõrvemaa, Drumlinschutzgebiet Türi, Sumpfschutzgebiet Piiumetsa, Pflanzenschutzgebiet Vulbi, Insel des Pärnu-Flusses, Eichenwälder von Rava und Päinurme, Douglasfichten in Purdi.
Außerdem gibt es etliche Parks (meistens frühere Gutshofsparks) und viele interessante Naturobjekte – im “Buch der Urnatur” sind zum Beispiel 44 Findlinge und mit großen Steinen bedeckte Gebiete verzeichnet.
In Landkreis Järvamaa sind sowohl Steinadler, Schwarzstörche als auch zahlreiche Weißstörche beheimatet. Ferner leben hier unter anderen Waldtieren Bären und Wölfe, in den Flüssen sind Forellen und Krebse zu finden. In der Vegetation zeigen sich viele seltene Pflanzen.


 

 

 


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